Die große Arthrose-Lüge beginnt fast immer gleich: Das ist Arthrose, da kann man nichts machen…..das ist in Ihrem Alter normal.
Zur weiteren Verschlimmerung hören Sie nun vielleicht die Erklärung, dass es sich um eine Verschleißerscheinung handelt. Sie denken spontan an Ihr Auto und die Abnutzung der Reifen oder Bremsbeläge.

All das können Sie vergessen, wenn Sie nicht durch einen Unfall wie Sturz einen mechanischen Knorpelschaden erlitten haben. Über 90 Prozent aller Menschen (meine Praxis Erfahrung) haben ein ganz anderes Problem.

Was ist überhaupt Arthrose

Damit man ein Gelenk reibungslos bewegen kann, bedarf es zwei glatte Flächen und ein wenig Schmiermittel dazwischen. Die unebenen Knochenenden haben deshalb eine glatte Knorpelschicht und dazwischen ist die Gelenkflüssigkeit.

Die Knorpelzellen brauchen Nährstoffe, um überleben zu können. Bekommen Sie keine Nährstoffe, dann sterben sie ab und die Knorpelschicht wird dünner. Ist die Knorpelschicht irgendwo komplett weg, wächst der Knochen dort unkontrolliert weiter. Das kann soweit gehen, dass er den Knorpel am gegenüberliegenden Knochen mechanisch zerstört.

Im folgenden Video sehen wir ein Kniegelenk. Der Knorpel ist als weiße glänzende Fläche dargestellt.

 

So ernährt sich der Knorpel

Ich habe gesagt, der Knorpel braucht Nährstoffe. Der Knorpel besteht aus lebenden Knorpelzellen. Diese müssen essen und trinken, verdauen und den Rest aus der Verstoffwechslung loswerden. Im Grunde wie wir als Mensch auch: Essen, Trinken, Toilette.

Die Knorpelzellen haben jedoch keine Blutversorgung und so müssen die Nährstoffe aus der Gelenkfüssigkeit aufgesaugt werden. Das passiert genauso wie ein Schwamm, der sich vollsaugt.
Vor der nächsten Mahlzeit, muss der Schwamm ausgedrückt werden, damit er neu aufsauen kann. Beim Knorpel funktioniert das ganz genauso. Das Ausdrücken ist hier die Bewegung. Schwammprinzip.

Wenn in einem Gelenk keine oder immer nur einseitige Bewegungen stattfinden, wird auch nur dort der Knorpel ausgedrückt und kann sich somit neu mit Nährstoffen versorgen.
Überall dort, wo keine Bewegung stattfindet, wird der Schwamm der nicht ausgedrückt und kann sich nicht neuerlich aufsaugen – der Knorpel verhungert.

Die Arthrose-Lüge und ihre fatalen Folgen

Arthrose entsteht durch mangelnde bzw. eingeschränkte Bewegungen.

Arthrose-Lüge: Arthrose ist Verschleiß!

 

FATALE FOLGEN

Indirekt bekommen Sie durch diese Lüge den Hinweis: Sie haben sich zuviel bewegt, schränken Sie sich ein.
Die Folge davon wäre, dass sich die Arthrose rasant verschlechtert, d.h. der Knorpel noch schneller im kompletten Gelenk verhungert und abstirbt.

Immer wieder höre ich von Menschen auf der Straße oder Patienten in meiner Praxis, dass sie dies oder das nicht mitmachen können, weil sie Arthrose haben. Sie machen keinen Sport mehr, warten auf ein Wunderpräparat oder auf ein neues Gelenk.

Vergessen Sie diesen “Unfug” und schauen Sie sich mal das folgende Video an.

Arthrose-Hoffnung

Im obigen Video habe ich schon eine Sache angesprochen, die wichtig ist, weil wir darin eine Chance haben:

Es gibt in der Knorpelschicht keine Schmerzrezeptoren, die einen Schmerz auslösen können!

Ich konnte schon Patienten von ihren Schmerzen befreien, die keinerlei Knorpel mehr im Gelenk hatten. Das ist natürlich keine Dauerlösung, denn der Knochen wächst weiter und irgendwann wird ein neues, künstliches Gelenk notwendig sein.

Was ich Ihnen damit aber sagen will ist, dass der Schmerz bei Arthrose in den überwiegenden Zahl der Fälle therapierbar ist. Ein Segen.

Wo kommt der Schmerz her?

In über 90 Prozent aller Fälle kommt der Gelenkschmerz aus der umgebenden Muskulatur. Ist diese verkürzt, dann entsteht bei der Bewegung Druck auf das Gelenk.
Gelenkschmerzen sind also meist Bewegungsschmerzen. Halten wir das Gelenk ruhig, dann schmerzt es nicht.

Es kann sein, dass sehr viele Knorpelzellen absterben und nicht schnell genug vom Immunsystem beseitigt werden können. In diesem Fall entsteht im Gelenk eine Entzündung (Arthritis, aktivierte Arthrose). Das Gelenk ist zusätzlich geschwollen und oft auch gerötet.
In diesem Fall haben wir auch im Ruhezustand Schmerzen.

Was können Sie jetzt aktiv tun?

Wir haben zwei Aspekte, die wir gemeinsam betrachten müssen:

  1. Sie haben Schmerzen im Gelenk
  2. Sie haben Arthrose

Beide Punkte haben ihre Ursache in einem eingeschränkten und immer gleichen Bewegungsmuster, das zu Einschränkungen der Beweglichkeit geführt hat.

Diese Art der Einschränkungen kann man nicht einfach durch Dehnungsübungen beseitigen. Damit kann man nur weitere Bewegungseinschränkungen vermeiden.

Bestehende Bewegungseinschränkungen kann man nur mit einer ganz bestimmten Therapie beseitigen.

Was Sie aktiv tun müssen ist:

  1. Vorhandene Bewegungseinschränkungen (Verkürzungen, Verspannungen) beseitigen
  2. Bewegungs- bzw. Dehnungsübungen in Ihren täglichen Tagesablauf einbauen, um neuerliche Einschränkungen vorzubeugen.

Wie Sie das jetzt gleich machen können, können Sie in meinen Videokursen lernen. Sie lernen sich selbst zu therapieren und erfahren alles, was Sie wissen müssen.

Selbsttherapien Volker Horbach