Frühzeitig Probleme erkennen

Viele Menschen kommen in meine Praxis und berichten, dass sie wohl eine falsche Bewegung gemacht haben und nun plötzlich Schmerzen haben.

Nun, diese Aussage ist falsch….zumindest in den allermeisten Fällen.

Meist ist es so, dass die Bewegung alleine betrachtet nicht falsch war. Es gibt vermutlich keine Bewegung, für die der Körper nicht vorgesehen ist. Es müsste deshalb vermutlich eine gewaltsame oder durch Unfall erzeugte Bewegung sein.

Was steckt also dahinter.

Bewegungen, für die der Körper gemacht ist, können oftmals nicht problemlos ausgeführt werden. Hintergrund ist eine Einschränkung des Bewegungsapparates.

Durch immer wiederkehrende Bewegungen – ohne Ausgleich – bauen sich hohe Spannungen auf, die zur Verkürzung der Muskulatur führen.

Folgen im Bewegungsapparat

Da die Muskulatur immer über das Gelenk reicht, nur so lassen sich die Knochen durch die Arbeit der Muskulatur bewegen, wirkt die verkürzte Muskulatur wie ein stark gespannter Gurt, der auf das Gelenk drückt.

Bei einer Bewegung des betroffenen Gelenkes entsteht dort ein unnatürlicher, gefährlicher Druck.

Es kommt dadurch häufig zu einer Reibung, die zu einer Entzündung führt. Man könnte das mit einem Schuh vergleichen, der zu klein ist. Erst drückt er irgendwo, dann sieht man eine leichte Rötung und es beginnt zu schmerzen… es entsteht eine Entzündung.

Eine “falsche Bewegung” ist im Grunde genommen eine Bewegung mit verkürzten Muskeln, die keine natürliche Bewegung ausführen können. Bei höherer Belastung kann die verkürzte Muskulatur zusätzlich verkrampfen, wie zum Beispiel beim Hexenschuss.

Wie kann man den Problemen vorbeugen

Man muss gar nicht viel machen, aber regelmässig.

Im Grunde achtet man einfach nur mal darauf, welche Körperhaltung oder Bewegung man gerade macht.

Dann macht man einfach mal zwischendurch eine Gegenbewegung.

Also halte ich gerade seit 30 Minuten ein Werkzeug in der Hand, dann dehne ich mal die Finger und das Handgelenk. Knie ich auf dem Boden, dann strecke ich die Beine durch. Drehe ich mich dauernd nach links, z.B. als Kassiererin, dann drehe ich mal nach rechts.

Wichtig ist die REGELMÄSSIGKEIT.

Regelmässig heisst nicht, dass ich jeden Morgen 10 Minuten Gymnastik mache. Das ist sicher nicht schlecht.

Besser ist es, im Laufe des Tages bei der Belastung den Ausgleich zu schaffen.

Stellen Sie sich vor Sie tanzen und drehen sich ununterbrochen links herum. Es wird Ihnen irgendwann schwindlig. Also machen Sie spätestens wenn der Schwindel anfängt ein paar Drehungen rechts herum, bevor es wieder in die Linksdrehung geht.

Im Video sehen Sie ein paar Beispiele für die Finger und Handgelenke und damit automatisch auch für Unterarm.

Fangen Sie damit einfach an und wenn das in Fleisch und Blut gegangen ist, dann machen Sie sich an die Schultern, Brustkorb und die Hüftbeuger (Sitzen!)

Hinweis auf bestehende Probleme und Schmerzen

Durch die Dehnungsübungen kann man die Schmerzursachen nicht beseitigen…im Anfangsstadium kann man damit evtl. die Schmerzen mindern.

Es bleibt die verkürzte Muskulatur, die über kurz oder lang wieder in den Schmerzzustand führt.

Die verkürzte Muskulatur muss therapeutisch wieder funktionsfähig gemacht werden, was leider keine herkömmliche Therapie im Stande ist zu leisten.

Aus diesem Grund habe ich meine Art der Therapie, die genau diese Probleme lösen kann, in Form von Selbsttherapie Videokursen für Sie entwickelt. Wenn Sie Interesse daran haben, dann schauen Sie sich hier die Selbsttherapien an.